Kontraindikationen Widukind-Apotheke Wolfsburg

Kontraindikationen

 

Warnung vor unüberlegtem Teegenuss bei Erkrankungen

Oft wird behauptet, Nebenwirkungen und Kontraindikationen spielten bei Anwendung pflanzlicher Heilmittel keine Rolle. Es ist aber auch allgemein bekannt, dass z.B. Kaffee oder Tee manchmal nicht vertragen werden. Die Erkrankungen bzw. Symptome, bei denen Tee nur unter Vorbehalt genossen werden sollte, nicht empfehlenswert oder eindeutig kontraindiziert ist, sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst.

Indikationen Verantwortliche Wirkstoffe Bemerkungen
Schlafstörung analeptische Wirkung nicht abends trinken
Krampfleiden analeptische Wirkung Vorsicht
Glaukom
(Grüner Star)
Augendrucksteigerung durch Coffein (?) und zuviel Flüssigkeit Warnung vor Tee meist unberechtigt
Diabetes Catecholaminfreisetzung
durch Coffein
wenig bedeutsam; kein Zuckerzusatz
Hyperthyreose Catecholaminfreisetzung
durch Coffein
meist Unverträglichkeit (Pulskontrolle)
Tachykardie Catecholaminfreisetzung
durch Coffein
Tee kontraindiziert
Hypertonie Catecholaminfreisetzung
durch Coffein
Tee in kleinen Mengen meist ungefährlich
Ischämische Herzerkrankungen Zentrale und kardiale
Wirkungen des Coffeins
Individuelle Verträglichkeit prüfen (Vorsicht Tachykardie)
Obstipation Gerbstoffe Tee nur mit Milchzusatz
Lebererkrankungen Gerbstoffe Tee u.U. nachteilig evtl. Milchzusatz
Schwangerschaft Coffein (ab ca. 600mg/Tag) Tee in üblicher Menge harmlos. Nebenwirkungen beachten, evtl. Milchzusatz
Medikationsfolgen Interaktion mit Medikamenten Tee im allgemeinen kontraindiziert

Wechselwirkungen von Tee mit Arzneimitteln

Tee wird häufig dazu benutzt, um ein verordnetes Medikament darin aufzulösen oder es damit „hinunterzuspülen". Dadurch kann es zu unerwünschten Therapieeffekten oder -versagern kommen. Verantwortlich für diese selten einkalkulierten Reaktionen sind Verzögerung der Resorption durch die Gerbstoffe, Beeinflussung der Elimination durch Coffein sowie die zentralen und kardiovasalen Wirkungen. Die Folgen der Kombinationen sind im Einzelfall kaum mit Sicherheit vorauszusagen. Die genannten Arzneimittel sollten aber besser nicht mit Tee eingenommen werden.

Arzneimittel Am ehesten mögliche Reaktionen
Beta-Sympathomimetika; Weckamine;
MAO-Hemmer; Schilddrüsenwirkstoffe
Tachykardie; Zunahme pektanginöser Beschwerden, Schlafstörungen
Antiarrhythmika Arzneimittelwirkung verstärkt oder abgeschwächt
H2-Blocker; Disulfiram; Gyrasehemmer;
Orale Kontrazeptiva, Theophyllin
Wirkung des Coffeins teilweise verstärkt und/oder verlängert
Analgetika Analgetische Wirkung u.U. verbessert, bei bestimmten Kombinationspräparaten aber evtl. schlafhemmende Wirkung verstärkt oder sedierende Wirkung vermindert
Herzwirksame Glykoside, trizyklische Antidepressiva Störungen der Resorption und/oder von Herzfrequenz und -rhythmus
Sedativa; Hypnotika;
Antidepressiva;
Tranquilizer
Wirkungsminderung der Arzneimittel möglich
Fluoridhaltige Kariesprophylaktika Ernährungsstörungen, Zahn- und Knochenschäden (Fluorose)
Koronardilatatoren vom Typ Adenosin,
Dipyridamol, Lidoflazin
Beeinträchtigung der antianginösen Arzneimittelwirkung; besonders bei Tachykardie zusätzliche Steigerung des Sauerstoffdefizits durch Coffein
Fe-Ca-Mg-haltige Präparate
zur oralen Anwendung
Verminderung der Resorption
Aktiv-Medizinal-Kohle Teilweise Verlust der adsorbierenden Eigenschaft der Kohle und der adstringierenden Tee-Wirkung
Schwangerschaft Coffein (ab ca. 600mg/Tag)
Arzneimittel mit hepatotoxischer Nebenwirkung Erhöhte Gefährdung der Leberfunktion bei reichlichem Genuss von Tee (Gerbstoffe)


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