Forschungsbericht Widukind-Apotheke Wolfsburg

Die Kraft der Algen

Dr.M.Ecke:
Kurze Zusammenstellung der in der medizinischen Fachliteratur dokumentierten physiologischen Wirkungen von Mikroalgen der Species Chlorella vulgaris

1. Wechselwirkung Chlorella vulgaris und Immunsystem
1.1. Stabilisierung gegenüber bakteriellen Infektionen
1.2. Virusinfektionen
1.3. Antitumorale Effekte
1.4. Reparatur von Strahlenschäden
1.5. Unspezifische Wirkungen

2. Herz - Kreislauferkrankungen
3. Detoxifikation
4. Prävention von Mangelerscheinungen
5. Literatur

Einleitung

Die Chlorella vulgaris ist eine einzellige eukaryotische Alge,die sowohl unter phototrophen als auch mixotrophen Bedingungen vorwiegend im Süßwasser gedeiht. Die taxonomischen Kriterien für die Zuordnung werden bei FOTT et al. [1] beschrieben.
Mit einem Zelldurchmesser von ca. 5µm ist diese kugelförmige Mikroalge in ihren Abmessungen in etwa den roten Blutkörperchen vergleichbar.
Besonders auffallend an der Chlorella ist ihre hohe Reproduktionsrate. Eine einzelne Mutterzelle teilt sich innerhalb von 16-20 Stunden in 4 Tochterzellen, die sich wiederum innerhalb der nächsten 16-20 Stunden nach dem gleichen Muster vervielfachen. Hinsichtlich des pro m2 und Zeiteinheit möglichen Biomasseertrags ist die Chlorella somit allen bekannten Nutzpflanzen um ein Vielfaches überlegen. Berücksichtigt man noch die einzigartigen ernährungsphysiologischen Eigenschaften dieser Biomasse, ist es verständlich, warum sowohl Kultivationsbedingungen als auch Einsatzmöglichkeiten nun auch in Regionen, in denen der Mikroalgenkonsum nicht traditionell verankert ist, intensiv untersucht werden.
Chlorella enthält große Mengen an Chlorophyll, Aminosäuren, Nukleinsäuren, Enzymen, Fetten, Vitaminen, Ballaststoffen und Mineralien. So besitzt sie mit bis zu 4% in der Trockenmasse den höchsten Chlorophyllgehalt von allen Nahrungsmitteln. Das Aminosäurespektrum (zwischen 40 und 50% in der Trockenmasse) deckt in ausgewogenem Maße die 20 proteinogenen Aminosäuren ab (einschließlich aller 8 für den Menschen essentiellen Aminosäuren). Die von der Chlorella vulgaris synthetisierten Fette (10-15% in der Trockenmasse) bestehen zu ca. 80% aus ungesättigten Fettsäuren, wobei d-Linolensäure mit über 30% den Hauptanteil darstellt.
Bei den Vitaminen ist der hohe Gehalt an den Vertretern der B-Gruppe besonders erwähnenswert, aber auch antioxidativ wirkende Vertreter wie Vitamin C, Vitamin A und -Carotin als dessen Vorstufe sind in großen Mengen enthalten.
Die Hypothese, daß sich eine ausreichende Versorgung des menschlichen Organismus mit ungesättigten Fettsäuren bei gleichzeitiger Anwesenheit von Antioxidantien eine präventive Wirkung bezüglich der Ausbildung koronarer Herzerkrankungen besitzt,wird allgemein akzeptiert.
Die gesundheitsstabilisierenden Effekte nach Aufnahme der Chlorella lassen sich aber nur schwer über die Wirkung der ernährungsphysiologisch relevanten Inhaltsstoffe allein erklären, zumal die im Normalfall dem Organismus durch die Algenapplikation (ca. 0,1-1% bezüglich der gesamten Nahrungsaufnahme) zugeführte Menge verhältnismäßig gering ist. Dementsprechend wurden in den letzten Jahren verstärkt Untersuchungen zur Identifikation weiterer physiologisch wirksamer Komponenten durchgeführt. Hauptaugenmerk wurde dabei auf ein durch Extraktion der Chlorella mit heißem Wasser erhältliches, aus Nukleinsäuren, Peptiden, Enzymen und Vitaminen bestehendes Gemisch, in populärwissenschaftlichen Berichten häufig als "Chlorella Growth Factor" bezeichnet, gerichtet.
Sowohl der Extrakt als auch aus diesem gewonnene und identifizierte Einzelkomponenten zeigen in einer Vielzahl von Versuchen ausgeprägte gesundheitsstimulierende Effekte, die sich in den meisten Fällen auf eine positive Beeinflussung des Immunsystems zurückführen lassen.
In der folgenden Zusammenstellung sind grundlegende, durch Chlorella-Applikation zu erreichende und in der medizinischen Fachliteratur an Exaktversuchen dokumentierte Wirkungen aufgeführt, wobei der Schwerpunkt auf der Dokumentation kolligativer Effekte liegt. Verbindungen und Komponenten, die auf Grund ihrer in der Chlorella vorliegenden hohen Konzentration eine direkte Wechselwirkung vermuten lassen, werden als solche separat erfaßt. Da sich auf Grund der komplexen Zusammensetzung der Chlorella ein Großteil der beobachteten Effekte nicht einer konkreten Einzelkomponente zuordnen läßt bzw. viele Komponenten äußerst komplex wirken, erfolgt eine Systematisierung entsprechend pathogener Einwirkungen bzw. indizierter Symptome.

1. Wechselwirkung Chlorella vulgaris und Immunsystem

1.1 Stabilisierung gegenüber bakteriellen Infektionen
Basierend auf Beobachtungen, daß Personen, die regelmäßig Mikroalgen konsumieren, scheinbar eine geringere Anfälligkeit gegenüber einer Reihe von Infektionskrankheiten zeigen, wurden Mitte der sechziger Jahre in Japan erste systematische Untersuchungen zu diesem Phänomen durchgeführt. Eine 95-tägige Feldstudie an ca. 1000 Marinesoldaten erbrachte das überraschende Ergebnis,daß sich für die Mitglieder der Testgruppe, denen täglich 2g Mikroalgen pro Person verabreicht wurden, das Erkältungsrisiko um 25% reduzierte (KASHIWA et al. [2]). KOJIMA et al. konnten 1973 zeigen, daß bei Ratten, denen ein Chlorella - Extrakt und 24 Stunden darauf Kohlenstoffpartikel injiziert wurden, ein beträchtlich schnellerer Konzentrationsabfall von Kohlenstoffpartikeln im Blut zu beobachten war, als bei der nicht mit Algen behandelten Kontrollgruppe. Die Autoren machten eine erhöhte Makrophagenaktivität dafür verantwortlich [3].

TANAKA et al. beobachteten 1986 bei intraperitoneal mit Escherichia coli inoculierten Mäusen eine gegenüber der Kontrollgruppe beschleunigte Eliminierung der Bakterien in der Milz, wenn den Mäusen 1, 4 und 7 Tage vor der Infektion wäßrige Chlorella vulgaris - Extrakte (CVE) appliziert wurden.Die jeweiligen Darreichungen erfolgten intraperitoneal, intravenös und subkutan in Dosen von ca. 2mg Extrakt/kg.
Zeitgleich mit der beschleunigten Bakterieneliminierung konnten die Autoren eine verstärkte Chemokinese polymorphnukleärer Leukozyten sowie eine erhöhte Superoxidbildungsrate feststellen [4]. Auch bei oraler Applikation von CVE lassen sich protektive Effekte, die auf eine Stärkung der unspezifischen zellulären Abwehr hinweisen, erzeugen. HASEGAWA et al. verfütterten 14 Tage vor intraperitonealer Inokulation von männlichen Fisherratten (F344/DuCrj) mit 2,8*108 E. coli je 1000mg CVE an die Versuchstiere. Die Anzahl der lebenden Bakterien in Blut, Leber, Milz sowie der Bauchhöhle wurde über einen Zeitraum von 24h verfolgt. Über den gesamten Beobachtungszeitraum war die Konzentration an lebenden E. coli in der Versuchsgruppe beträchtlich niedriger als in der nicht mit Algen behandelten Kontrollgruppe. Nach 24 Stunden waren sowohl in der Kontrollgruppe als auch in der Versuchsgruppe keine Bakterien mehr nachweisbar, wobei die Tiere der Versuchsgruppe in Bauchhöhle und peripherem Blut eine erhöhte Aktivität polymorphnukleärer Leukozyten zeigten [5].

Werden Mäuse, denen über einen Zeitraum von 10 Tagen oral CVE appliziert wurde, intraperitoneal mit Listeria monocytogenes infiziert, ist die Anzahl der detektierbaren Bakterien sowohl in der Bauchhöhle als in der Milz signifikant niedriger als in der Kontrollgruppe. An dieser Stelle sei daran erinnert, daß Listerien sich im Wirtskörper verbreiten, indem sie sich in den Makrophagen einnisten und unter Zerstörung des mononukleären Phagozytosesystems diesen Teil der Immunabwehr selbst zur Vermehrung nutzen. Eine Aktivierung der Makrophagen gegenüber opsonisierten Bakterien erfolgt über T-Zellen - vermittelte Immunreaktionen.
Die Autoren zeigen, daß PEC (peritoneal exudate cells) eine gegenüber der Kontrollgruppe erhöhte T-Zellen - Aktivität in der ersten Phase der Infektion sowie später eine erhöhte / T-Zellen - Aktivität aufweisen. Daraus läßt sich eine effektive Verbesserung der zellulären Immunabwehr gegen Listeria-Infektionen bei Mäusen ableiten (HASEGAWA et al. [6]).

Bei präventiver oraler Applikation von Chlorella vulgaris - Biomasse (CVB) an mit Listeria monocytogenes infizierte Mäuse ist ein signifikanter Anstieg der NK - Aktivität (natural killer activity) bei allen mit CVB gefütterten Tieren zu beobachten. Auch die nicht mit Listeria infizierte, aber mit CVB gefütterte Gruppe zeigt die erhöhte NK - Aktivität. Nachträgliches Verfüttern von CVB an schon infizierte Tiere wirkt sich positiv aus. Bei Applikation von 50 bzw. 500mg CVB / kg an Mäuse,denen mit 3*105 Bakterien pro Tier eine in der nicht CVB gefütterten Kontrollgruppe 100% letale Dosis verabreicht wird, ist eine Überlebensrate von 20% bzw. 50% zu beobachten (DANTAS et al. [7]).

DANTAS et al. fanden weiterhin, daß die geschilderte Immunstimulation über eine Zunahme an CFU - GM ("granulocyte-macrophage colony-forming unit") im Knochenmark unter gleichzeitiger Erhöhung der koloniestimulierenden Serumaktivität (CSA) erfolgt [8].

Auch durch Anwendung von Immunsuppressoren in ihrer Abwehr geschwächte Organismen lassen sich durch Chlorella - Applikation stabilisieren.
Verabreicht man mit Cyclophosphamid neutropenierten Mäusen subkutan (KONISHI et al. [9]) bzw. Ratten oral (HASEGAWA et al. [10]) CVE, beginnen sich verstärkt neutrophile Granulozyten zu bilden.
Dieser Prozeß ist von einer erhöhten Resistenz gegenüber E. coli-Infektionen begleitet. Daraus läßt sich schlußfolgern, daß CVE nicht nur gereifte Leukozyten aktiviert, sondern auch die blutbildenden Stammzellen im Knochenmark stimuliert.
Untersuchungen von KONISHI et al. [11] bestärken diese Hypothese. Durch präventive Applikation eines aus CVE isolierten sauren Glycoproteins an Mäuse mit mittels 5 -Fluorourazil (5FU) induzierter Myelosuppression läßt sich neben einer erhöhten Resistenz gegenüber endogenen Infektionen eine rasche Erholung der Hämatopoese beobachten. Die Autoren stellen als mögliche Ursache eine CVE - induzierte beschleunigte Stammzellendifferenzierung und eine damit einhergehende 5FU-Resistenz zur Diskussion. Der Effekt tritt sowohl an tumortragenden als auch an normalen Mäusen auf. Da die geschilderten Effekte bei tumortragenden Mäusen ohne negative Beeinflussung der therapeutischen Wirkung von 5FU bei gleichzeitiger CVE - dosisabhängiger Erhöhung des LD50 -Wertes eintritt, ergeben sich interessante Konsequenzen für die Chemotherapie maligner Tumoren.

Unter dem Gesichtspunkt einer mit großer Wahrscheinlichkeit vorliegenden Unterstützung zellvermittelter Immunreaktionen durch Chlorella - Applikation ist es naheliegend, die Wirkung der Algeninhaltsstoffe an Organismen mit definiert gestörter zellvermittelter Immunantwort zu testen. HASEGAWA et al. [12] zeigen, daß sich die opportunistische Infektion mit Listeria monocytogenes von MAIDS - Mäusen (murine acquired immunodeficiency syndrom) durch präventive orale CVE-Gaben unterdrücken läßt. Es wird die Hypothese aufgestellt,daß sich durch die Verabreichung von CVE die -Interferon-Sekretion via Th-1 Zellen erhöht. Diese ist wiederum an eine Makrophagenaktivierung und damit verstärkte Bildung von Interleukin 12 gekoppelt, was letztendlich zu einem Wiedererlangen der Empfindlichkeit gegenüber Listeria - spezifischen Antigenen führt. Sowohl die verstärkte -Interferon - Sekretion als auch der erhöhte Zytokingehalt (HASEGAWA et al.,[13, 14]) sind nachweisbar.

1.2 Virusinfektionen
Spritzt man ICR-Mäusen 1-3 Tage vor einer Infektion mit Zytomegalieviren ("murine cytomegalovirus" / MCMV) Chlorella vulgaris - Extrakt (10mg), überleben diese die tödliche Infektion. Der schützende Effekt von CVE zeigt sich primär in einer verringerten Replikationsrate der Viren in den befallenen Zielorganen, einhergehend mit einem Schutz vor histopathologischen Zerstörungen.
Seruminterferonlevel und daraus resultierend auch die 2`5`-Oligoadenylatsynthetase - Aktivität erhöhen sich in den CVE - behandelten MCMV - Mäusen signifikant gegenüber der Kontrollgruppe.
Weiterhin steigt die NK - Aktivität ("natural killer activity") der Milzzellen, die bei unbehandelter MCMV - Infektion abnehmen würde. Bemerkenswert ist, daß CVE in vitro keinerlei virocide bzw. virostatische Wirkungen gegenüber MCMV zeigt. Die Ergebnisse deuten somit auf eine Stärkung der zellvermittelten Immunität gegenüber MCMV im Wirtsorganismus hin (IBUSIKI et al. [15]).

1.3 Antitumorale Effekte
Aus der voranstehend zitierten Literatur geht hervor, daß sich durch Verabreichung von Chlorella vulgaris sowohl in unzerstörter Form als auch als glycoproteinreicher Extrakt eine Reihe ausgeprägter immunmodulatorischer Effekte erzielen lassen, die via stimulierter Hämatopoese und beschleunigter Stammzellendifferenzierung ein Erstarken der zellvermittelten Immunität sowie ein Ansteigen der Makrophagenaktivität in den entsprechenden Wirtsmechanismen zur Folge haben. Antitumorale Effekte sind dementsprechend vorrangig unter dem Aspekt der Stimulation körpereigener Abwehrkräfte zu erwarten. In neueren Untersuchungen gelang es aber auch, Substanzen wie z. B. diverse Sterole [16] und Glycerolglycolipide [17] aus der Chlorella zu isolieren und deren inhibierende Wirkung auf das Wachstum von Tumoren nachzuweisen.

Sowohl bei oraler Applikation von CVB (TANAKA et al. [18, 19]) an als auch intraperitonealer Injektion von CVE in mit transplantierbaren Meth-A-Tumorzellen inoculierte BALB/c -Mäuse (KONISHI et al. [20]) erhöht sich die Lebensdauer der Versuchstiere signifikant. Die Mäuse entwickelten eine antigenspezifische, durch zytostatische T - Zellen übermittelte Immunität. Zytotoxische T-Zellen sowie NK-Zellen selbst leisten keinen Beitrag zur Resistenz [19].

NODA et al. gelang der Nachweis, daß die entsprechenden Effekte an ein aus CVE in beträchtlichen Mengen isolierbares Glycoprotein gekoppelt sind. Für das Screening wurden mit Methylcholanthren-induzierten Meth-A-Fibrosarkomzellen subkutan inokulierte BALB/c-Mäuse verwendet. Ab Tag 2 der Inokulation wurde den Mäusen 5 mal im Abstand von je 2 Tagen die entsprechende Testfraktion in einer Gesamtmenge von 10 mg/kg in die Flanke gespritzt. Es gelang eine Fraktion zu separieren, die das Tumorwachstum vollständig unterband. Als Wirkstoff beschreiben die Autoren ein Glycoprotein mit einem Molekulargewicht von 63.100 amu, welches zu ca. 65% aus Kohlenhydraten, hauptsächlich -1,6-D-Galaktopyranose besteht. Der Proteinanteil von ca. 30% setzt sich aus 15 Aminosäuresequenzen zusammen [21]. Sowohl nach 30min Autoklavieren auf 130°C als auch nach kurzzeitiger Einwirkung von verdünnten Säuren und Basen bleibt die Aktivität erhalten. Als wirksame Sequenz konnte nach enzymatischer Abspaltung der Kohlenhydrate die Proteineinheit identifiziert werden. Der Antitumor - Effekt der Glycoproteinfraktion ist dem von diversen kommerziell erhältlichen und etablierten Immunmodulatoren, die schon in der Immuntherapie von Krebs verwendet werden (z. B. OK-432, "PICI-BANIL", aus Streptococcus pyogenes; OKAMOTO et al. [22] und PSK aus Coriolus versicolor; TSUKAGOSHI et al. [23]), vergleichbar und partiell überlegen (NODA et al. [24]).
Das beschriebene Glycoprotein hemmt effektiv sowohl eine spontane als auch die experimentell induzierte Metastasierung von Meth-A - Fibrosarkomen in BALB/c - Mäusen sowohl bei intratumoraler als auch bei subkutaner Injektion (TANAKA et al. [25]). Da die Suppression der Metastasierung an athymischen Nacktmäusen nicht beobachtbar war, ergibt sich erneut die Schlußfolgerung, daß der von den Autoren als "antitumor immunopotentiating principle " bezeichnete Effekt über T - Zellenaktivierung verläuft.

1.4 Reparatur von Strahlenschäden
Betrachtet man die genannte Aktivierung der Hämatopoese durch CVB /CVE-Applikation, ist es naheliegend, diese Stoffe hinsichtlich ihrer Eignung zur Reparatur von durch ionisierende Strahlung hervorgerufenen Zerstörungen zu untersuchen.
ROTKOVSKA et al. weisen in einem Versuch an Ratten und Mäusen nach, daß durch subkutane, intraperitonale und intramuskuläre Injektion von CVE die Anzahl der blutbildenden Zellen in Knochenmark und Milz der Versuchstiere steigt. Eine Einwirkung von -Strahlen in letaler Dosis 24 Stunden nach der Injektion überleben mit CVE behandelte Tiere länger als die Tiere der Kontrollgruppe [26]. Die beobachtete Strahlenresistenz resultiert aus gesteigerter Proliferation sowie Zunahme der Anzahl von CFU`s ("colony-forming units") in Knochenmark und Milz, einer Steigerung der Anzahl von GM-CFC ("granulocyte-macrophage colony-forming cells") im Knochenmark sowie einer esteigerten CSA ("colony-stimulating activity") im Blutserum (siehe auch DANTAS [7]). Die Erholung des CFU - und GM-CFC - Pools im Knochenmark nach der Bestrahlung erfolgt in den CVE - behandelten Gruppen schneller als in der Kontrollgruppe (VACEK et al. [27]).
Ein vergleichbare Strahlenprotektion konnte auch durch orale Applikation von CVB erwirkt werden. In dem entsprechenden Versuch wurden allerdings relativ hohe Dosen (400mg/kg) an Mäuse verfüttert. Sowohl Fütterung über einen längeren Zeitraum vor der Bestrahlung als auch akute Gaben von CVB direkt vor und nach der -Strahleneinwirkung äußerten sich in einer verbesserten Resistenz der Versuchstiere (SARMA et al. [28]).
Untersuchungen zum Einfluß von CVB - Dosis und Applikationszeitraum auf die Schutzwirkung ergaben, daß ein optimaler Effekt durch Füttern der Biomasse (500mg/kg) ca. 1 Stunde vor bzw. direkt nach der Bestrahlung erreicht wird.Die so erreichten LD50/30-Werte lagen bei 8,66 bzw 9,0 Gy gegenüber 7,8 Gy bei der Kontrollgruppe (SINGH et al. [29]).

Faßt man die bisher geschilderten Wirkungen zusammen, ergibt sich ein interessantes und erfolgversprechendes Potential für den Einsatz von CVB bzw. CVE bei Prävention und Therapie maligner Tumoren. In einer klinischen Studie von MARCHANT et al. [30] konnte an einer Gruppe von Patienten mit malignen Gliomen gezeigt werden, daß deren durch Chemotherapeutika und Bestrahlung sowie Medikation von Anticonvulsantien und Corticosteroiden schwer gestörten körpereigenen Abwehrkräfte durch orale Applikation von täglich 20 Gramm CVB auf nahezu normalem Niveau stabilisierbar sind, ohne die therapeutische Wirkung der eingesetzten Medikamente zu beeinflussen.

1.5 Unspezifische Wirkungen
Auf eine Reihe weiterer Untersuchungen, die die voranstehend auf der Ebene des Immunsystems geschilderten Wechselwirkungen symptomatisch beschreiben, soll im Folgenden eingegangen werden.
Durch topische Anwendung von CVB (500mg/kg täglich peri-, post-, sowie peri- und postinital) bei 7,12-Dimethylbenz[a]anthracen - induzierter Papillomagenese der Haut wird die Geschwulstbildung signifikant beinflußt. Das durchschnittliche Tumorgewicht ist verringert (5.00, 4.33, 3.94 /Kontrollgruppe: 5.88), die kumulative Anzahl sinkt (90, 78, 67, Kontrollgruppe: 106)und gegenüber einer Tumorbildungsrate von 100% in der Kontrollgruppe bildeten sich nur bei 94%, 90% und 89% der mit CVB behandelten Mäuse Papillome aus. Gleichzeitig steigt das Niveau von Sulfhydryl- und Glutathion-S-Transferase in der Leber und im Hautgewebe (SINGH et al. [31]).
Das gesteigerte Glutathiontransferaseniveau in den Leberzellen läßt sich auch in fetalem bzw. neonatalem Gewebe nachweisen, wenn die Muttertiere entsprechend mit CVB gefüttert werden. Aus der perinatalen Übertragung aktiver Bestandteile der CVB schließen die Autoren auf ein chemoprotektives Potential der Mikroalge bei der Entgiftung von Xenobiotika (SINGH [32]).
Es sei an dieser Stelle angemerkt, daß bei oraler Anwendung von CVB durchaus auch die sicher nachgewiesene antigentoxische Wirkung von Chlorophyll (z.B. NEGISHI et al. [33]; [34]) sowie dessen entzündungshemmende Eigenschaften (z.B. SINGH et al. [35]) bei der Interpretation der Ergebnisse mit in Betracht zu ziehen ist, zumal dieser Wirkstoff auf Grund der durch die Chlorella vorgegebene Zellgröße im Mikrometerbereich in feinstverteilter und damit sehr gut verfügbarer Form vorliegt.
TANAKA. et al. [36] konnten durch orale Applikation von CVB einen signifikanten prophylaktischen Effekt bei der Behandlung von peptischem und streßinduziertem Ulcus erzielen.
MARCHANT et al. [37] berichtet in einer Pilotstudie über positive Effekte bei supplementärer Gabe von CVB an Patienten mit Fibromyositis.

2. Herz - Kreislauferkrankungen

In einer Reihe von empirischen Untersuchungen konnte der Nachweis erbracht werden, daß durch Chlorella vulgaris - Anwendungen Blutdruck, Cholesterinstoffwechsel und Arteriosklerose im positiven Sinne beeinflußt werden können. Als Ursache für diese Effekte dürfte neben den ernährungsphysiologischen Eigenschaften wiederum eine direkte Wechselwirkung mit verschiedenen Inhaltsstoffen (z.B. diverse ungesättigte Fettsäuren sowie Chlorophyll) verantwortlich sein.
OKAMOTO et al. konnten in einer Studie an Ratten nachweisen, daß eine Stunde nach intravenöser Injektion von CVE eine signifikante Minderung des Blutdrucks einsetzte. Bei Ratten mit erhöhtem Blutdruck wurde eine Senkung um 63mm Hg erreicht, bei Ratten mit normalen Werten fiel der Blutdruck um durchschnittlich 32mm Hg. Nach intraperitonealer Injektion konnte bei hypertensiven Ratten ein Blutdruckabfall um 47mm Hg beobachtet werden [38].
Die antilipidemische sowie antiarteriosklerotische Wirkung von CVB auf mit cholesterinreicher Diät gefütterte Kaninchen wurde von SANO et a. [39] untersucht. Die Tiere der mit 1% CVB - Anteil gefütterten Versuchsgruppe wiesen einen signifikant niedrigeren Anstieg sowohl des -Lipoproteincholesterols, als auch des Gesamtcholesterols auf. Als positive Kontrolle verabreichtes Chlofibrat zeigte keine Wirkung.
Ein analoger Effekt wurde von SANO et al. bei der Applikation von CVE an alimentär hyperlipide Ratten beobachtet. Ergänzend konnte eine gesteigerte fäkale Exkretion von Cholesterol und dessen Derivaten beobachtet werden [40].

3. Detoxifikation

Die Chlorella vulgaris hat eine sich hauptsächlich aus Zellulose und Chitin zusammensetzende dreischichtige Zellwand, die stark absorbierende Eigenschaften gegenüber Xenobiotika besitzt, so daß ein grundlegendes Potential zur Aufnahme affiner organischer Schadstoffe als auch diverser Schwermetalle vorliegt. Auch ist die Fähigkeit des Chlorophylls zur Komplexierung einer Reihe von Schwermetallen mit in Betracht zu ziehen.
Obwohl in der populärwissenschaftlichen Literatur häufig über die Nutzung der Chlorella speziell zur Quecksilberausscheidung berichtet wird, konnte in der medizinischen Fachliteratur kein Exaktversuch dazu gefunden werden. Es existieren allerdings eine Vielzahl von Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Umwelttechnik, die die extreme Fähigkeit der Chlorella zur Adsorption toxischer Metalle (z.B. Quecksilber und Cadmium) belegen und den Einsatz derartiger Biomasse zur Gewässerreinigung beschreiben (z.B. [41]; [42] [43]).
Dementsprechend könnte eine derartige Adsorption auch im Magen-Darmtrakt stattfinden, wobei die Metallexkretion vorwiegend über den Stuhl erfolgen sollte.
Am Beispiel des Cadmiums konnte diese Vermutung bestätigt werden. HAGINO et al. [44] berichten über eine 3- bis 7-fache Beschleunigung sowohl der fäkalen als auch der renalen Cadmiumausscheidung durch regelmäßige CVB-Gabe bei der Behandlung der Itai-Itai-Krankheit.
Über eine Beschleunigung der fäkalen Exkretion von Dioxin aus mit diesem gefütterten Ratten durch einen Zusatz von 10% CVB zum Futter berichten MORITA et al. [45]. PORE et al. [46] erzielten einen vergleichbaren Effekt an Chlordecon-kontaminierten Ratten.

4. Prävention von Mangelerscheinungen

Auf Grund der ausgewogenen ernährungsphysiologischen Eigenschaften der Chlorella vulgaris und deren hohen biologischen Wertigkeit sind selbst bei ausschließlichem Verzehr Mangelerscheinungen ausgeschlossen. Die bei der Anwendung als Nahrungsergänzungsmittel in den üblichen Dosen von ca. 3g/Tag dem menschlichen Körper über die Chlorella zugeführte Menge an Eiweißen und ungesättigten Fettsäuren kann potentielle Defizite an limitierenden Komponenten in diesem Bereich nur partiell decken. Ähnliches gilt auch für das vorliegende Vitamin- und Mineralstoffspektrum. Der allerdings wahrscheinliche, durch Chemoprotektion die Karzinogenese hemmende, kollektive Effekt einer kontinuierlichen komplexen Grundversorgung mit Mikronährstoffen wird von MARKTL [47] diskutiert.
Eine Ausnahme bildet der hohe Vitamin B12 -Gehalt der Chlorella vulgaris (ca. 2,5mg/kg). Schon bei Verabreichung der empfohlenen 3g CVB täglich wird der durchschnittliche menschliche Tagesbedarf mehrfach abgedeckt. RAUMA et al. konnten in einer zwei Jahre währenden Studie nachweisen, daß sich strikt veganisch ernährende Versuchspersonen durch orale CVB-Aufnahme ausreichend mit Vitamin B12 versorgen können, wobei sich die über die Algen aufgenommene Vitamin B12-Menge mit derjenigen im Serum korrelieren ließ [48].
MATSUURA et al. konnten zeigen, daß durch Eisenmangeldiät anämische Ratten dosisabhängig durch CVB-Fütterung genesen [49].

Autor: Dr. M. Ecke

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5. Literatur

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